Unser Anliegen

Ausgangslage

Die Stiftung für berufliche Jugendförderung (Stiftung fbj) ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Bern und verfolgt keinen Erwerbszweck. Hauptzweck und Hauptaufgabe der Stiftung fbj ist kurz zusammengefasst, die Unterstützung von Jugendlichen bei der Suche nach Lehrstellen.

Gemäss Handelsregister bezweckt sie die schulische und persönliche Förderung von Schülern, Lehrlingen und jungen Erwachsenen, damit diese eine geeignete Lehrstelle finden und später im Beruf erfolgreich sind. Insbesondere widmet sie sich dem Aufbau und der Integration der Lernenden zur Verbesserung ihres eigenen Leistungspotenzials und somit auch zur Stärkung der Schweizer Produktivität.

Zu diesem Zweck kann sie insbesondere: Hilfeleistungen bieten für Schüler/Schülerinnen, die keine Lehrstelle finden, Lehrlinge begleiten, um Lehrabbrüche zu vermeiden; zur Unterstützung von Jugendlichen bei unterdurchschnittlichen Einkommensverhältnissen der Verantwortungsträger Massnahmen zu treffen, welche den Zugang zu Dienstleistungen der Stiftung erleichtern.

Die Einzelheiten sind in einem Reglement festgehalten. ; Jugendliche mit Lehrabschluss auf dem Weg zum Einstieg in die Berufswelt unterstützen, insbesondere dann, wenn diese einen schwachen Lehrabschluss haben; Publikationen herausgeben; Medienarbeiten betreiben; strategische Allianzen im In- und Ausland eingehen. Die Stiftung untersteht der Aufsicht vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI).

Die Stärke der Stiftung ist die individuelle Betreuung der Lernenden. Diese werden auf der Suche nach der passenden Lehrstelle unterstützt und während der ganzen Lehrzeit betreut. Eltern und Lehrmeister haben einen klar definierten Ansprechpartner.

Leitbild

Dem Stiftungszweck verpflichtet: Die Stiftung ist ausschliesslich ihrem Zweck verpflichtet. Die wirksame und qualitativ hochstehende Umsetzung von Stifterwille und Stiftungszweck hat oberste Priorität. Im Einklang mit den vorhandenen Ressourcen und der Kompetenz der Mitarbeitenden sollen die aktuellen Herausforderungen gemeistert werden.

Governance: Wir achten im Sinne des Stiftungszwecks gegenüber der Aufsichtsbehörde sowie gegenüber dem Publikum selbstbewusst auf die Einhaltung der Regeln von Good Governance einschliesslich Gewaltentrennung sowie auf Unabhängigkeit und Selbständigkeit. Wir organisieren uns nach zeitgemässem Stiftungsmanagement und pflegen die Kultur von Kontrolle und Ausgewogenheit.

Transparenz: Wir informieren aktiv, offen und ehrlich und kommunizieren insbesondere unsere Ziele, Förderstrategien, Prozesse und Entscheidungen nach innen und aussen. Wir legen Interessenskonflikte offen und vermeiden sie wenn möglich. Gegenüber unseren Anspruchsgruppen (Jugendliche, Verantwortungsträger, Lehrstellenanbieter, öffentliche Institutionen, Förderer) verhalten wir uns transparent.

Reflexion: Wir denken und handeln strategisch, betreiben Selbstreflexion und sind eine lernende Organisation. Wir treten als eigenständige und unabhängige zivilgesellschaftliche Akteurin auf und suchen die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen und weiteren Netzwerken.

Operativ agil:  Wir setzen den Stiftungszweck aus eigener Kraft um. Dabei bleiben wir agil und flexibel. Unsere Förderengagements sind zeitlich befristet.

Unternehmenskultur: Unsere Arbeit ist sinnstiftend. Wir setzen uns uneigennützig, unternehmerisch denkend, initiativ, kooperativ und teamorientiert ein. Wir pflegen die bereichs- und berufsübergreifende Zusammenarbeit.

Werte: Die Stiftung ist weltanschaulich ungebunden, keiner Religion verpflichtet und parteipolitisch neutral. Sie will selbst leben, was sie vertritt. Sie setzt sich für ethisch liberale und soziale Werte wie Toleranz, gleiche Rechte für alle, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die freie Meinungsbildung und –äusserung ein.

Ökonomische Verantwortung:  Die Stiftungsgelder werden nach unternehmerischen und marktüblichen Prinzipien mit langfristigem Horizont für den Stiftungszweck eingesetzt. Wir verhalten uns in Bezug auf die finanziellen Ressourcen sparsam, sorgen für effiziente Arbeitsabläufe und eine schlanke Organisation.

Strategie

Vorbemerkung:  Die Strategie ist ein fortwährender Prozess. Als lernende Organisation muss die Stiftung selbstreflektierend und selbstkritisch sein und strategisch denken und handeln. Um die Öffentlichkeit, die politischen Gremien und die Stakeholder der Stiftung über die Strategie frühzeitig und transparent zu informieren, sind nachfolgend die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Der Stiftungszweck hat oberste Priorität: Die Stiftung ist ausschliesslich dem Stiftungszweck verpflichtet. Sie ist unabhängig und selbständig im Denken und Handeln gegenüber politischer und anderer Einflussnahmen und Einwirkung.

Die wirkungsvolle und effiziente Verwendung der Stiftungsmittel: Die Stiftung engagiert sich komplementär zum Staat und vor allem da tätig, wo der Staat nicht aktiv sein will oder kann. Sie organisiert ihre Unterstützung so, dass sie effizient, unbürokratisch und zeitnah erfolgt und im Einklang mit den vorhandenen Ressourcen. Sie pflegt Public-Private-Partnership unter der Voraussetzung, dass diese in gegenseitigem Respekt und auf Augenhöhe basieren.

Unterstützungspolitik: Die Stiftung nimmt ihre Verantwortung wahr, wenn es darum geht, die ihnen anvertrauten Lernenden zum erfolgreichen Berufsabschluss zu führen. Sie setzt dafür die notwendigen Mittel ein. Sie verfolgt eine transparente und bedarfsorientierte Förderpolitik. Als Stiftung ist sie sich ihrer öffentlichen Rolle bewusst und informiert deshalb aktiv und offen über ihre Ziele und ihre Tätigkeit.

Organisatorische und finanzielle Flexibilität: Die Stiftung strebt eine schlanke Organisation an, die flexibel ist, um eine zweckorientierte Mittelverwendung zu gewährleisten.

Partner/Zweigstellen: Die Stiftung beschäftigt kein Personal. Sie arbeitet mit Leistungsaufträgen mit ihren Partnern zusammen. Die Einzelheiten sind im Entschädigungsreglement für Dienstleistungen aufgeführt. Sie fördert ein gemeinsames Führungsverständnis und eine kooperative Unternehmenskultur. Sie achtet darauf, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz eingehalten werden. Die Stiftung verfügt über geeignete Stellenbeschreibungen und Pflichtenhefte für die Zweigstellenleiterinnen und –leiter und regelt die Zusammenarbeit transparent.

Kommunikation: Die Stiftung kommuniziert regelmässig proaktiv, ehrlich und offen ihre Werte, Grundhaltung und ihre Leistungen. Sie informiert insbesondere zu stiftungsrelevanten Themen und entwickelt neue Kommunikationsformen, um ihre Werte, Ziele und Projekte einer noch breiteren Bevölkerung verständlich zu vermitteln.

Marketing: Die Stiftung verwendet nach aussen einheitlich ihre Marke «lehre4you».

Rechnungswesen: Die Stiftung verwendet einen den Bedürfnissen der Stiftung angepassten Standard für die Rechnungslegung.

Controlling: Die Stiftung optimiert ihr Controlling in allen Bereichen (Vermögensbewirtschaftung, operative Tätigkeiten, Förderpolitik) mit geeigneten Instrumenten.

Risikomanagement: Die Stiftung betreibt ein systematisches Risikomanagement.